Am Freitag um 20.30 Uhr startet unser NLB-Team in der Staffeln-Halle in die neue Saison. Mit Rückkehrer Rajko Krivokapic an der Seitenlinie und US-Profi Kayden Carter im Kader freut sich Swiss Central auf das erste Heimspiel.

Text: Daniel Schriber

Nach dem frühen Ende der vergangenen Meisterschaft will unsere junge Mannschaft den nächsten Schritt machen. Dafür ist einiges in Bewegung geraten: Rajko Krivokapic kennt den Verein bereits aus seiner früheren Zeit bei SCB. Für Kayden Carter hingegen ist in Luzern fast alles neu. Am Freitag treffen beide mit dem Team auf den BC Winterthur.

Präsi Roger Getzmann: Aufbruch mit begrenzten Mitteln

Für SCB-Präsident Roger Getzmann war der Sommer arbeitsreich. Im Umfeld der ersten Mannschaft änderte sich einiges. Auf der Suche nach einem US-Profi sah sich der Vorstand zahlreiche Videos von potenziellen Verstärkungen an. Mit Kayden Carter ist der gesuchte Spieler nun da. «Kayden soll unter dem Korb dagegenhalten, aber auch das hohe Tempo der Mannschaft mitgehen können», sagt Getzmann.

Bei der Auswahl spielte das Geld eine wichtige Rolle. Getzmann spricht von einem begrenzten Budget und davon, dass SCB Kompromisse machen musste. Trotzdem blickt er zuversichtlicher auf die finanzielle Lage als noch im Frühjahr: «Es sieht besser aus als vor einem Jahr.» Umsicht bleibt gefragt. Zugleich hofft der Präsident, dass rund um die Mannschaft neuer Schwung entsteht.

Sportlich denkt Getzmann über diese Saison hinaus. «Unser mittelfristiges Ziel ist, in die höchste Liga, die SBL, aufzusteigen», sagt er. Dafür müssten zuerst die finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen stimmen. Der Erfolg soll sich bei SCB auch daran messen lassen, ob junge Talente aus der Zentralschweiz im NLB-Team Einsatzzeit bekommen und sich dort behaupten können.

Coach Rajko Krivokapic: Bekannte Gesichter, neue Aufgaben

Rajko Krivokapic ist bei Swiss Central ein alter Bekannter. In der Saison 2022/23 kam er als Assistenztrainer zum damaligen Team in der höchsten Liga, später übernahm er als Cheftrainer. Danach arbeitete er in Montenegro und im Kosovo. Bei seiner Rückkehr trifft er auf Spieler, die er damals noch als Jugendliche kannte.

Der Montenegriner zeigt sich beeindruckt davon, wie die jungen NLB-Spieler ihren Alltag bewältigen. «Tagsüber sind die Jungs in der Schule oder bei der Arbeit, am Abend stehen sie mit voller Energie im Training – das respektiere ich.» Diese Energie soll auch auf dem Spielfeld zu sehen sein: SCB will schnell spielen, den Ball nach vorne treiben und zu einfachen Punkten kommen. Zugleich möchte Krivokapic jeden Spieler individuell besser machen. «Die Chemie stimmt», sagt er über seine ersten Wochen in Luzern.

Bis alle Abläufe sitzen, braucht das Team noch Zeit. US-Profi Carter hatte zum Zeitpunkt des Gesprächs erst dreimal mittrainiert. Krivokapic gefällt dessen Arbeitseinstellung, er mahnt aber zur Geduld: «Carter spielt zum ersten Mal im Ausland. Er wird Zeit brauchen, sich an den neuen Rhythmus und die neue Umgebung zu gewöhnen.» Für Freitag formuliert der Trainer dennoch ein klares Ziel: «Wir wollen die Saison mit einem Heimsieg beginnen!»

US-Profi Kayden Carter: Ein Anruf und ein neues Land

Der Weg von Kayden Carter nach Luzern begann mit einem Anruf seines früheren Highschool-Trainers. Ob er in der Schweiz Basketball spielen wolle? Der 23-Jährige aus Norman im Bundesstaat Oklahoma musste nicht lange überlegen. «Ich habe den ganzen Sommer über trainiert und auf eine Gelegenheit gewartet, meine Laufbahn als Profi fortzusetzen.» Zuletzt spielte er für die Southwestern Oklahoma State University im US-College-Basketball.

Obwohl Carter noch immer «einen leichten Jet-Lag» spürt, fühlt er sich wohl in Luzern. Als Roger Getzmann ihn nach seiner Ankunft durch die Stadt fuhr, staunte er über die Berge, den See und das viele Grün. Luzern sei «wie eine Märchenstadt», schwärmt er. Auch auf die Saison mit seiner neuen Mannschaft freut er sich. «Wir sind ein junges Team, das schnell und aggressiv spielen will; das liegt mir.» Was die SCB-Fans von ihm persönlich erwarten dürfen, sagt Carter klar: «Ich spiele körperbetont, suche die Präsenz unter dem Korb und gebe immer vollen Einsatz.»

Kommt am Freitag in die Staffeln-Halle und unterstützt unser Team beim Saisonstart gegen Winterthur. Spielbeginn ist um 20.30 Uhr. Let’s Go Central!

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